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Wie oft muss ein Büro gereinigt werden?

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Aktualisiert am 13. August 2026 · 8 Minuten Lesezeit

MD
Maja Dimitrijevic
Geschäftsführung, Nobleclean
| Aktualisiert am 8. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Helles, sauberes Büro in Wien

Die richtige Reinigungsfrequenz für ein Büro hängt von mehreren Faktoren ab – von der Belegungsdichte über den Publikumsverkehr bis zur Nutzungsart der einzelnen Räume. Als Wiener Meisterbetrieb, seit 2009 in der Büroreinigung tätig, geben wir Ihnen hier eine fundierte Orientierung für Ihre Budgetplanung.

Die ehrliche Antwort vorweg: Eine Zahl, die für alle Büros passt, gibt es nicht. Es gibt aber eine nachvollziehbare Methode, mit der Sie in einer knappen Viertelstunde zu Ihrer Zahl kommen. Dieser Beitrag zeigt sie – samt jener Leistungen, die in keinen Wochenrhythmus gehören, und der Prüfpunkte, an denen Sie ein zu knapp kalkuliertes Anbot erkennen.

Welche Faktoren bestimmen die Frequenz?

Zwei gleich große Büroflächen können sich im Reinigungsaufwand um den Faktor drei unterscheiden. Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern wie viele Menschen die Fläche täglich betreten und was sie dort tun.

  • Belegungsdichte statt Kopfzahl: Seit Homeoffice zum Alltag gehört, ist die Anwesenheit ungleich verteilt. Wer von Dienstag bis Donnerstag voll besetzt ist und am Rand der Woche halb leer steht, braucht keine gleichmäßige Fünf-Tage-Reinigung, sondern eine an die Belegung angepasste.
  • Publikumsverkehr: Kanzleien, Ordinationen und Agenturen mit Empfang haben ihre Frequenztreiber im Eingangsbereich, in der Wartezone und beim Kunden-WC – nicht in der Bürofläche dahinter.
  • Bodenbelag: Teppich bindet Feinstaub, verlangt aber häufiges Saugen und in Intervallen eine Sprühextraktion. Parkett und Vinyl zeigen jeden feuchten Schuhabdruck. Fliesen im Sanitärbereich stehen und fallen mit der Fugenpflege.
  • Küche und Sanitär: Die einzigen Bereiche, bei denen die Frequenz nicht verhandelbar ist. Wo täglich gegessen wird, ist tägliche Reinigung eine Hygienefrage und keine Frage der Optik.
  • Branche und Auflagen: Ordinationen, Labors und Betriebe mit Lebensmittelkontakt unterliegen zusätzlichen Hygiene- und Dokumentationspflichten.
  • Repräsentation: Wer Klientinnen und Klienten in der Inneren Stadt empfängt, verkauft mit dem Empfangsbereich mit. Das ist ein legitimer Grund für ein höheres Intervall.

Das häufigste Missverständnis in Anboten: Die Frequenz wird über die Fläche bestimmt. Tatsächlich bestimmen die Personen die Frequenz – und die Fläche nur den Zeitbedarf je Durchgang.

Empfohlene Reinigungsintervalle nach Nutzungsart

Aus der Praxis in Wiener Büros haben sich die folgenden Richtwerte bewährt. Sie sind ein Ausgangspunkt für die Begehung, kein Ersatz dafür.

Verwaltungs- und Kleinbüro ohne Kundenverkehr

Bis rund 80 m² und etwa acht Arbeitsplätzen genügt in der Regel ein Durchgang pro Woche. Küche und WC brauchen dazwischen eine kurze tägliche Routine – entweder intern organisiert oder als zweiter, kurzer Durchgang.

Kanzlei, Ordination und Büro mit Empfang

Hier sind zwei bis drei Durchgänge pro Woche der Normalfall. Kontaktflächen wie Türgriffe, Lichtschalter, Empfangspult und Sanitärarmaturen gehören täglich behandelt, unabhängig von der Bürogröße.

Großraumbüro, Coworking und Schichtbetrieb

Ab etwa 200 m² oder 25 Arbeitsplätzen ist die tägliche Unterhaltsreinigung von Montag bis Freitag wirtschaftlich sinnvoll. Sie ist häufig günstiger als seltene, dafür lange Durchgänge, weil Verschmutzung gar nicht erst antrocknet und einbrennt.

  • 1× wöchentlich: Kleinbüro, geringe Belegung, kein Publikumsverkehr
  • 2× wöchentlich: 80–200 m², regelmäßiger Kundenkontakt, Teppichböden
  • 3× wöchentlich: hohe Belegung, Küche in täglicher Nutzung, repräsentative Zonen
  • 5× wöchentlich: Großraum, Coworking, Callcenter, Ordination

Tages-, Wochen- und Jahresleistungen sauber trennen

Die Unterhaltsreinigung ist nur ein Teil des Reinigungsbedarfs. Wer alles in den Wochenrhythmus hineinverhandelt, bekommt es meist nicht: Leistungen ohne eigenes Intervall fallen als Erstes weg, sobald die Zeit knapp wird.

  • Je Durchgang: Sanitär, Küche, Papierkörbe, Kontaktflächen, Böden in den Verkehrszonen.
  • Wöchentlich: vollständige Bodenreinigung samt Randzonen, Staub auf freien Ablageflächen, Glastüren und Fingerabdrücke.
  • Monatlich: Sockelleisten, Heizkörper, Türblätter, Polstermöbel absaugen, Lüftungsgitter.
  • Zweimal jährlich: Fensterreinigung innen und außen, inklusive Rahmen und Falz.
  • Ein- bis zweimal jährlich: Grundreinigung mit Beschichtungsaufbau bei Hartböden oder Sprühextraktion bei Teppich.
  • Anlassbezogen: nach Umbau, Wasserschaden oder Übersiedlung.

Halten Sie jede dieser Positionen mit eigenem Intervall im Leistungsverzeichnis fest. Das kostet zehn Minuten beim Vertragsabschluss und erspart Ihnen die jährliche Diskussion darüber, ob die Fensterreinigung nun inkludiert war oder nicht.

Wiener Saison: Streusplitt, Pollen und Altbau

Wien hat einen ausgeprägten Reinigungskalender. Von Jänner bis in den März tragen Schuhe Streusplitt und Auftaumittel in die Eingangszonen. Beides wirkt wie Schleifpapier auf Hartböden und zieht als heller Salzrand über Teppich.

Der wirksamste Hebel dagegen ist unspektakulär: eine Schmutzfangmatte über mindestens drei Schrittlängen im Eingang, in dieser Zeit häufiger gereinigt. Damit halten Sie einen erheblichen Teil des Schmutzes dort, wo er billig zu entfernen ist.

Im Frühjahr folgen Pollen auf Fensterbänken, Lüftungsgittern und hellen Ablagen – der klassische Anlass für den ersten Fensterdurchgang des Jahres. Der zweite gehört in den Herbst, vor die Heizperiode.

Im Gründerzeit-Altbau kommen Kastenfenster mit doppeltem Reinigungsaufwand und Terrazzo- oder Steinböden dazu, die keine aggressiven Grundreiniger vertragen. Und ein Punkt, der regelmäßig übersehen wird: Das Stiegenhaus wird im Wiener Zinshaus meist von der Hausverwaltung beauftragt, nicht über Ihren Mietvertrag. Klären Sie das vor der Ausschreibung – sonst zahlen Sie dafür doppelt oder es reinigt am Ende niemand.

Was kostet regelmäßige Büroreinigung?

Die Kosten richten sich nach Fläche, Frequenz und Leistungsumfang. Als Orientierung für ein durchschnittliches Wiener Büro liegen unsere Fixpreise bei 299 € monatlich für einen Durchgang pro Woche, bei 569 € für zwei und bei 1.049 € für drei Durchgänge pro Woche. Zusatz- und Sonderleistungen rechnen wir mit 32,50 bis 34,50 € je Stunde ab. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach einer Besichtigung vor Ort; die weiteren Preisfaktoren finden Sie in unserer Preisübersicht.

Wichtiger als der Endbetrag ist aber, ob das Anbot rechnerisch aufgeht. Diese sieben Punkte klären das:

  • Steht die Frequenz je Bereich im Anbot – oder nur das Wort „regelmäßig“?
  • Sind Fenster-, Grund- und Sonderreinigung getrennt ausgewiesen?
  • Wie viele Arbeitsstunden sind je Durchgang kalkuliert? Fläche geteilt durch Stunden ergibt die geplante Flächenleistung in Quadratmetern pro Stunde.
  • Liegt diese Flächenleistung über den Höchstwerten der ÖNORM D 2050? Die Norm begrenzt Flächenleistungen zum Schutz der Beschäftigten und ist über den Rahmenkollektivvertrag verbindlich. Sie ist keine Zertifizierung und kein Qualitätssiegel – aber ein Anbot oberhalb des Höchstwerts ist rechnerisch nicht haltbar.
  • Ist Verbrauchsmaterial wie Seife und Papier inkludiert oder wird es weiterverrechnet?
  • Arbeiten eigene, angemeldete Mitarbeiter im Objekt oder Subunternehmer?
  • Wie hoch ist die Deckungssumme der Betriebshaftpflicht, und welche Kündigungsfrist gilt?

Zur Einordnung unsere eigenen Antworten auf diese Fragen: rund 80 festangestellte Mitarbeiter, kein einziger Subunternehmer, voller Tariflohn, Betriebshaftpflicht bis 5 Mio. €, Fixpreis-Garantie sowie ein Monat Kündigungsfrist ohne Mindestlaufzeit.

Häufige Fragen

Reicht eine Reinigung pro Woche für ein Büro mit zehn Personen?

Für die Bürofläche selbst meist ja. Für Küche und WC nicht: Bei zehn Personen fallen dort täglich Verschmutzungen an, die über eine ganze Woche hinweg nicht nur unangenehm, sondern hygienisch heikel werden. Die übliche Lösung ist ein Wochendurchgang plus eine kurze tägliche Sanitärroutine.

Muss die Reinigung außerhalb der Bürozeiten stattfinden?

Nein, und es ist nicht immer die bessere Wahl. Tagesreinigung am frühen Vormittag hat den Vorteil, dass Ansprechpersonen erreichbar sind und Mängel sofort besprochen werden. Wo konzentriertes Arbeiten oder Vertraulichkeit im Vordergrund steht, ist der Randzeitbetrieb ab 6:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr sinnvoller.

Wie oft sollten Bürofenster gereinigt werden?

Zweimal jährlich ist der Regelfall. An stark befahrenen Lagen wie dem Gürtel oder bei einer Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft sind drei bis vier Durchgänge realistisch. Entscheidend ist, dass Rahmen und Falz mitgereinigt werden – sonst läuft der Schmutz beim nächsten Regen über die frische Scheibe.

Kann ich die Frequenz später ändern?

Ja. Sinnvoll ist ein Start mit dem geschätzten Intervall und eine gemeinsame Bewertung nach etwa drei Monaten. Bei uns ist das unkompliziert, weil kein Vertrag eine Mindestlaufzeit hat und die Kündigungsfrist einen Monat beträgt.

Eine pauschale Antwort gibt es also nicht. Die passende Frequenz ergibt sich aus Belegung, Nutzung und Ihrem Anspruch an Repräsentation – und sie darf sich ändern, wenn sich Ihr Betrieb ändert. Wer die Leistungen sauber nach Intervallen trennt und die kalkulierte Flächenleistung nachrechnet, hat den größten Teil der Arbeit bereits erledigt.

Unsicher, welche Frequenz zu Ihnen passt?

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